Die süße Seite der Toskana
Als das toskanische Thermalbad Chianciano Terme nach dem Krieg langsam zu neuem Leben erwachte, gründeten Jole und Roberto Marabissi ihre Pasticceria. Es war eine Zeit des Aufbruchs – und der Duft aus der Backstube gehörte bald ebenso zum Ort wie die warmen Quellen. Aus dem kleinen Geschäft wurde mehr als ein Betrieb: ein Treffpunkt, ein familiärer Mittelpunkt, ein Stück Zukunft.
Mit Zeit. Mit Hand. Mit Herz.
Für Enkel Massimiliano bedeutete die Backstube Sommerferien – und die ersten selbst verdienten Münzen für ein Eis oder eine Pizza. Heute führt er das Unternehmen in dritter Generation fort. Gewachsen ist die Pasticceria über die Jahre durchaus. Doch Massimiliano will Manufaktur bleiben. Denn manche Arbeitsschritte brauchen Zeit, andere Erfahrung – und sie lassen sich nicht beliebig beschleunigen, ohne den Charakter zu verändern.
Die traditionellen Rezepte
Zum Erbe gehören deshalb nicht nur überlieferte Rezepturen für Amaretti, Ricciarelli, Cantucci und andere toskanische Klassiker. Es sind auch die unsichtbaren Konstanten: der Geruch beim Öffnen der Ofentür, Aromen, die sich einprägen, Fingerspitzengefühl, das nicht erklärt, sondern nur weitergegeben werden kann.
Am liebsten regionale Zutaten
Zwei Dinge sind dabei entscheidend: die Zutaten und die Zeit. Die Rohstoffe werden sorgfältig ausgewählt, möglichst ohne Zusatzstoffe und bevorzugt aus der näheren Umgebung. Nicht, weil es gut klingt. Sondern weil Qualität dort beginnt – lange bevor der Teig geknetet wird.